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Manja Bornmann

Wie ich arbeite

Die Verfahren, mit denen ich behandle — und wofür sie jeweils gedacht sind.

Diese Seite ist für alle, die es genauer wissen wollen: Eltern, die vergleichen, Jugendliche, die wissen möchten, was auf sie zukommt, und Kolleginnen und Kollegen, die gezielt zuweisen.

Welches Verfahren zum Einsatz kommt, entscheidet sich nicht vorab, sondern nach dem, was jemand braucht. Meistens ist es eine Kombination.

Welches Verfahren wann

Die Frage, die das entscheidet, ist nicht das Alter. Sie lautet: Gibt es eine Erinnerung, an der sich arbeiten lässt — oder liegt die Belastung in etwas, das nie in Worte gekommen ist?

Was ein Säugling in den ersten Wochen erlebt, wird nicht als Geschichte gespeichert. Es gibt keine Szene, die man gemeinsam anschauen könnte. Es zeigt sich im Körper, im Schlaf, im Schreien und darin, wie ein Kind Kontakt aufnimmt oder abbricht. Dort wird dann auch daran gearbeitet — über die Beziehung, in der das Kind lebt, und über das, was der Körper gespeichert hat. Das ist die Domäne von I.B.T.® und der Eltern-Säuglings-Kleinkind-Psychotherapie, und zwar unabhängig davon, wie alt das Kind inzwischen ist.

Ein Kind, das nach einem Unfall nicht mehr aufs Fahrrad steigt, hat dagegen eine Szene, Worte dafür und genug eigene Stabilität, sie anzusehen. Hier lässt sich direkt an der Erinnerung arbeiten. Das ist die Domäne von EMDR.

PITT liegt darunter: Es kommt zuerst, wenn jemand noch nicht stabil genug ist, um Belastendes zu berühren. Und die analytische Psychotherapie ist nicht ein weiteres Werkzeug daneben, sondern der Rahmen, in dem das alles steht.

Wenn beides gebraucht wird

Ein Beispiel, das oft vorkommt: Ein Kind, das als Frühgeborenes Wochen auf einer Intensivstation verbracht hat, gerät mit acht Jahren bei jeder Blutabnahme in Panik.

Da liegt zweierlei übereinander — eine vorsprachliche Grundbelastung aus der Klinikzeit, für die es keine Erinnerung gibt, und darüber konkrete, erinnerbare Untersuchungen aus späteren Jahren. Beides braucht einen anderen Zugang, und beides gehört zusammen behandelt.

Genau solche Kinder fallen häufig durchs Raster, weil die eine Seite nur die Beziehungsebene sieht und die andere nur das Ereignis.

Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Mein Grundverfahren und die Basis meiner Approbation.

Der Gedanke dahinter: Symptome sind keine Fehler, die man abstellt, sondern Ausdruck von etwas, das keinen anderen Weg gefunden hat. Wenn das verstanden wird, verändert sich das Symptom oft von selbst.

Jüngere Kinder drücken das im Spiel aus, ältere im Gespräch oder im Gestalten. Diese Arbeit braucht Zeit und einen verlässlichen Rahmen — dafür reicht sie tiefer als ein reines Symptomtraining.

Eltern-Säuglings-Kleinkind-Psychotherapie

Für die Arbeit mit den Jüngsten, nach dem Konzept von Mechthild und Hanuš Papoušek, das in München entwickelt wurde.

Im Zentrum steht nicht das Kind allein, sondern das, was zwischen Eltern und Kind passiert. Der Austausch von Blicken, Lauten und Bewegungen läuft sehr schnell und sehr fein ab — schneller, als man es im Alltag bemerken kann. Genau dort entsteht Regulation, und genau dort gerät sie manchmal ins Stocken.

Die Arbeit besteht darin, diese Signale gemeinsam sichtbar zu machen. Oft ist das der Punkt, an dem sich etwas löst.

→ Für Säuglinge und Kleinkinder

EMDR

Ein Verfahren für die Verarbeitung belastender Erinnerungen, ursprünglich für die Behandlung nach einzelnen, klar umgrenzten Ereignissen entwickelt — einem Unfall, einem medizinischen Eingriff, einem plötzlichen Verlust.

Der Kern ist eine gelenkte Aufmerksamkeit, bei der die Erinnerung in kleinen Schritten bearbeitet wird. Für Kinder gibt es angepasste Formen, die ohne viel Sprache auskommen.

Ich bin dafür zertifiziert.

PITT

Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie nach Luise Reddemann.

Ein Ansatz, der mit inneren Bildern arbeitet und großen Wert darauf legt, dass zuerst Stabilität entsteht, bevor Belastendes berührt wird. Das macht ihn geeignet für Menschen, bei denen nicht ein einzelnes Ereignis im Vordergrund steht, sondern etwas Länger-Andauerndes.

Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie (I.B.T.®)

Ein körper- und bindungsorientiertes Verfahren für frühe und vorsprachliche Traumatisierungen — bei Familien, deren gemeinsamer Start belastet war, durch Geburtskomplikationen, eine frühe Trennung oder einen Krankenhausaufenthalt.

Es beginnt im Säuglingsalter, hört dort aber nicht auf: Auch bei älteren Kindern und Jugendlichen kann eine frühe Belastung noch wirken, ohne dass es eine Erinnerung dazu gibt.

Das Besondere daran ist die Verbindung zweier Richtungen, die sonst getrennt laufen: Belastendes wird nicht für sich bearbeitet, sondern immer im Zusammenhang mit der Beziehung, in der ein Kind aufwächst. Deshalb sind Sie als Eltern nicht Begleitung, sondern Teil der Behandlung.

Auch dann, wenn Sie selbst schwere Erfahrungen mitbringen, die in den Kontakt zu Ihrem Kind hineinreichen, ist das der passende Zugang.

→ Mehr zu IBT

Was das für Sie heißt

Sie müssen sich für kein Verfahren entscheiden und nichts davon vorher verstehen. In der Sprechstunde klären wir gemeinsam, was gebraucht wird — und wenn das etwas ist, das ich nicht anbiete, sage ich Ihnen das und helfe bei der Suche.