Information für zuweisende Kolleginnen und Kollegen
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie mit Schwerpunkt auf früher Traumatisierung, Regulation und Bindung.
Kurzprofil
Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Kassenzulassung, Praxissitz in Bergisch Gladbach. Behandlung ab dem Säuglingsalter.
Zusatzqualifikationen: Eltern-Säuglings-Kleinkind-Psychotherapie (Papoušek), EMDR, PITT, Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie (I.B.T.®, WZPP 2024). Vor der psychotherapeutischen Ausbildung mehrjährige Tätigkeit als Kinderkrankenschwester auf einer Neugeborenenstation sowie als Sozialpädagogin in der Familienberatung.
Wofür ich besonders geeignet bin
- Regulationsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter (Schreien, Schlafen, Füttern, exzessives Trotzen)
- Regulationsstörungen mit Verdacht auf prä-, peri- oder postnatale Belastung — Differenzierung und anschließend fokussierte Behandlung
- Nachsorge nach Frühgeburt, Intensivaufenthalt und komplizierten Geburtsverläufen
- Traumafolgen nach medizinischen Eingriffen, Operationen und längeren Klinikaufenthalten, auch bei älteren Kindern und Jugendlichen
- Monotraumata nach Unfällen und Verlusten
Verfahrenswahl
Leitend ist nicht das Alter, sondern auf welcher Ebene die Belastung repräsentiert ist.
Vorsprachlich erworbene Belastungen ohne episodische Repräsentation zeigen sich in Regulation, Somatik und Interaktion. Zugang dyadisch über Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie (I.B.T.®) und Eltern-Säuglings-Kleinkind-Psychotherapie nach Papoušek. I.B.T. ist dabei nicht altersgebunden — auch bei Schulkindern und Jugendlichen mit früh erworbener, körperlich repräsentierter Belastung anwendbar.
Episodisch erinnerbare Einzelereignisse bei ausreichender Affekttoleranz und Stabilität: EMDR, bei jüngeren Kindern in altersangepasster Form.
PITT zur Stabilisierung, wenn die Belastbarkeit für eine Konfrontation noch nicht ausreicht.
Häufig liegt beides übereinander. Typischer Fall: ein ehemaliges Frühgeborenes, das im Schulalter ausgeprägte Prozedurenangst zeigt — vorsprachliche Grundbelastung aus der Neonatalzeit plus episodisch erinnerbare spätere Eingriffe. Diese Konstellation braucht beide Zugänge und wird häufig nur auf einer der beiden Ebenen behandelt.
An wen sich diese Seite richtet
Hebammen, Familienhebammen, Wochenbettbetreuung — wenn sich in der Betreuung zeigt, dass mehr im Spiel ist als Anpassungsschwierigkeiten
Gynäkologie und Geburtshilfe — nach traumatisch erlebten Geburtsverläufen, wenn die Mutter-Kind-Beziehung darunter leidet
Perinatalzentren, Neonatologie, Sozialdienste, Babylotsen, Bunter Kreis — für die psychotherapeutische Weiterbehandlung nach der Entlassung
Kinder- und Jugendarztpraxen — bei Regulationsstörungen, die auf die üblichen Maßnahmen nicht ansprechen, und bei anhaltenden körperlichen Beschwerden ohne ausreichenden organischen Befund
Osteopathie und Physiotherapie — wenn ein Kind auf die Behandlung nicht oder nur kurzfristig anspricht und der Verdacht besteht, dass die Ursache woanders liegt
Frühe Hilfen, Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Jugendhilfe — wenn eine psychotherapeutische Behandlung des Kindes indiziert ist
Zugang für Ihre Patientinnen und Patienten
Für die Regulationssprechstunde vergebe ich in der Regel innerhalb von zwei Wochen einen ersten Termin. Eine Überweisung ist nicht erforderlich, die Versichertenkarte genügt.
Für längerfristige Therapieplätze bestehen Wartezeiten. Wenn ein Fall dringend ist, rufen Sie mich gern direkt an — ich sage Ihnen ehrlich, ob ich etwas möglich machen kann.