Wenn der Start ins Leben schwer war
Psychotherapeutische Unterstützung für Familien nach Frühgeburt, belastender Geburt oder Zeit auf der Intensivstation.
Vielleicht kam Ihr Kind Wochen zu früh. Vielleicht verlief die Geburt plötzlich anders als geplant. Vielleicht lag Ihr Kind auf einer Neugeborenenstation, und Sie haben Tage oder Wochen zwischen Zuhause und Klinik verbracht.
Inzwischen sind Sie zu Hause. Alle sagen, dass es gut ausgegangen ist. Und trotzdem stimmt etwas nicht — Ihr Kind kommt schwer zur Ruhe, oder Sie kommen es nicht.
Ich kenne diese Station
Bevor ich Psychotherapeutin wurde, habe ich mehrere Jahre als Kinderkrankenschwester auf einer Neugeborenenstation gearbeitet. Ich kenne die Monitore und ihre Alarme, den Inkubator, das erste Anfassen durch die Klappe. Ich kenne das Gefühl von Eltern, das eigene Kind nicht wirklich bei sich zu haben, und ich weiß, wie es ist, nach Hause zu fahren, während das Kind bleibt.
In gemeinsamen Gesprächen finden wir heraus, wo genau das Erlebte heute noch nachwirkt und wie Sie im Hier und Jetzt mit Ihrem Kind ankommen können.
Woran Sie es bei Ihrem Baby oder Kleinkind merken
- Ihr Kind schreit viel und lässt sich schwer beruhigen
- Es wirkt schnell überreizt, schon bei Licht, Geräuschen oder Berührung
- Schlafen und Füttern gelingen nicht
- Es sucht wenig Blickkontakt oder wendet sich ab
- Es reagiert heftig auf Situationen, die an die Klinikzeit erinnern — Ausziehen, Wickeln, Arztbesuche, Pflaster
- Sie haben das Gefühl, dass Sie und Ihr Kind nicht zueinanderfinden
Und wenn Ihr Kind schon älter ist
Frühe medizinische Erfahrungen verschwinden nicht immer mit der Zeit. Manche Kinder zeigen erst später, dass etwas nachwirkt: ausgeprägte Angst vor Ärztinnen und Ärzten, Panik vor Blutabnahmen oder Untersuchungen, starke Trennungsängste, Schwierigkeiten, sich anfassen zu lassen, oder eine Wachsamkeit, die nie ganz nachlässt.
Das gilt auch für Kinder und Jugendliche, die später eine schwere Erkrankung, wiederholte Operationen oder lange Klinikaufenthalte durchgemacht haben.
Auch dafür bin ich die richtige Adresse.
Wie ich arbeite
Bei Babys und Kleinkindern arbeite ich mit Ihnen und Ihrem Kind gemeinsam. Das Kind ist immer dabei. Wir schauen uns an, wie Ihr Kind Anspannung zeigt, worauf es reagiert und was ihm hilft — und wo im Kontakt zwischen Ihnen etwas hakt.
Bei älteren Kindern und Jugendlichen kommen Verfahren dazu, die speziell für die Verarbeitung belastender Erinnerungen entwickelt wurden.
Meine Weiterbildungen in diesem Bereich: Eltern-Säuglings-Kleinkind- Psychotherapie nach dem Konzept von Papoušek, EMDR, PITT nach Luise Reddemann sowie Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie (I.B.T.®).
Und Sie als Eltern?
In der Arbeit mit Ihrem Kind sind Sie nicht Zuschauer. Elterngespräche sind fester Bestandteil der Behandlung, und was Sie rund um die Geburt erlebt haben, gehört dort hinein — es lässt sich vom Erleben Ihres Kindes gar nicht trennen. Belastende Ereignisse werden auch mit Ihnen als Eltern bearbeitet. Das ist wichtig, damit Sie Ihrem Kind die Sicherheit geben können, die es braucht.
Wenn Sie darüber hinaus für sich selbst Unterstützung suchen, finden Sie hier mehr dazu:
Kosten
Die Behandlung Ihres Kindes ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Elterngespräche gehören dazu.
Termin
Telefonische Sprechzeit: mittwochs 9–11 Uhr Telefon: (02204) 1661
Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie mir gern auf den Anrufbeantworter oder schreiben mir eine E-Mail. Ich melde mich schnellstmöglich bei Ihnen.