Wenn die Geburt nicht loslässt
Begleitung für Mütter und Väter nach einer belastenden oder traumatisch erlebten Geburt. Selbstzahlerleistung, unabhängig von einer Behandlung des Kindes.
Die Geburt ist Wochen oder Monate her. Ihr Kind ist gesund. Alle um Sie herum sind erleichtert und haben das Thema abgeschlossen.
Sie nicht.
Vielleicht kommen die Bilder wieder, ohne dass Sie es steuern können. Vielleicht vermeiden Sie alles, was daran erinnert — den Kreißsaal, Berichte anderer Frauen, den Gedanken an ein zweites Kind. Vielleicht fühlen Sie sich seltsam weit weg von Ihrem Kind und schämen sich dafür.
„Aber es ist doch alles gut gegangen“
Diesen Satz haben viele Frauen gehört. Manchmal von der Hebamme, manchmal von der eigenen Familie, oft von sich selbst.
Ob eine Geburt als bedrohlich erlebt wurde, hängt nicht davon ab, wie sie medizinisch verlaufen ist. Es hängt davon ab, wie sie sich in dem Moment angefühlt hat — ob Sie Angst um Ihr Leben oder das Ihres Kindes hatten, ob über Sie hinweg entschieden wurde, ob Sie sich allein gelassen gefühlt haben.
Ein gutes Ergebnis macht ein schweres Erleben nicht ungeschehen.
Wirkt eine Geburt so stark nach, sprechen Fachleute von einer traumatisch erlebten Geburt oder einem Geburtstrauma. Das ist keine Seltenheit, und es ist kein Zeichen von Schwäche.
Worum es in der Begleitung geht
Wir nehmen uns Zeit für das, was passiert ist — in Ihrem Tempo und in dem Umfang, den Sie bestimmen. Sie müssen nichts erzählen, wozu Sie nicht bereit sind.
Es geht darum, das Erlebte zu ordnen und einzuordnen, die eigenen Reaktionen zu verstehen und wieder handlungsfähig zu werden — auch mit Blick auf den Kontakt zu Ihrem Kind und auf eine mögliche weitere Schwangerschaft.
Wenn sich im Gespräch zeigt, dass Sie eine Behandlung brauchen, sage ich Ihnen das offen und helfe Ihnen dabei, die richtige Stelle zu finden. Auch das gehört dazu.
Wer hierher kommt
- Frauen nach einem Kaiserschnitt, der ungeplant und plötzlich kam
- Frauen nach einer Geburt mit Komplikationen oder Notfallsituation
- Eltern nach einer Frühgeburt oder Zeit auf der Neugeborenenstation
- Frauen, die vor einer weiteren Schwangerschaft Angst haben
- Väter und Partner:innen, die dabei waren und es nicht einordnen können
Väter und Partner:innen sind ausdrücklich mitgemeint. Sie kommen selten — oft, weil ihnen niemand sagt, dass sie dürfen.
Warum bei mir
Ich habe vor meiner Ausbildung zur Psychotherapeutin mehrere Jahre als Kinderkrankenschwester auf einer Neugeborenenstation gearbeitet und davor als Sozialpädagogin in der Familienberatung. Mein Tätigkeitsschwerpunkt liegt seit Jahren bei früher Traumatisierung rund um Schwangerschaft und Geburt.
Sie müssen mir nicht erklären, wie sich ein Kreißsaal oder eine Intensivstation anfühlt.
Kosten und Rahmen
Diese Begleitung ist eine Selbstzahlerleistung. Sie wird nicht über die Krankenkasse abgerechnet und ist unabhängig von einer möglichen Behandlung Ihres Kindes.
Einzelgespräch, 50 Minuten: 120 €
Termin
Telefonische Sprechzeit: mittwochs 9–11 Uhr Telefon: (02204) 1661
Außerhalb dieser Zeit sprechen Sie mir gern auf den Anrufbeantworter oder schreiben mir eine E-Mail. Ich melde mich dann schnellstmöglich bei Ihnen.
Bitte senden Sie mir keine Angaben zu Gesundheitsdaten per E-Mail. Rufen Sie an oder hinterlassen Sie Namen und Rückrufnummer.